Archiv vom August 2010

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Technische Daten von Bambus CO2

Bambus besitzt ideale Eigenschaften für die Verwendung in bautechnischen Bereich.
In der Diskussion um ökologische Ausbaumaterialien, die zugleich den hohen technologischen Anforderungen im Bauwesen gerecht werden, führt heute kein Weg mehr an Bambus vorbei. Ein Riesengras, dessen Verhältnis von Eigengewicht zu Nutzlast selbst das von Stahlbeton übertrifft und dessen Zugfestigkeit gar den zweieinhalbfachen Wert von Stahl erreicht, ist schon etwas Aussergewöhnliches.

Auch wenn man Bambus mit Holz vergleicht, schneidet dieser durchschnittlich gesehen besser ab. Durch seine extrem dichte Zellstruktur verfügt er einerseits über eine sehr hohe Oberflächenhärte.  Mit 4,0 HB (Brinellhärte) liegt er beispielsweise deutlich über der von Eichenholz, das nur mit etwa 3,4 Brinell aufwarten kann. Es wurden schon Spitzenwerte von bis zu 6,1 Brinell gemessen, die an den Härtegrad von Betonoberflächen herankommen. Andererseits ist dadurch auch sein Schwind- und Quellverhalten wesentlich geringer als das der meisten Hölzer.

Bei der Verwendung als Bodenbelag beispielsweise spielt ausserdem die Abriebfestigkeit der Oberfläche eine Rolle. Diese entspricht in etwa der von Eiche oder Buche. Weitere Pluspunkte sind seine hohe Biege- und Schwerfestigkeit sowie Elastizität und damit, insgesamt betrachtet, seine Belastbarkeit.

Da Bambus als Gras keine Rinde hat, sind die Schutzeigenschaften gegenüber UV-Strahlen quasi eingebaut, so dass er auch über eine ausserordentlicheFarbstabilität verfügt. Und weil er keine Harze, Gerbsäuren oder Öle enthält, lässt er sich besonders leicht verarbeiten und mit Oberflächenversiegelungen behandeln. Was spricht also noch dagegen, diesen nachwachsenden Rohstoff, der in safter Forstwirtschaft angebaut wird, als Baustoff zu nutzen?

Technische Details

  • Rohdichte von Bambus : ca. 700 kg/m²
  • Dichte von Faserbambus: ca. 1,15 g/cm³ (zum Vergleich. Eiche: ca. 0,8 g/cm³; Fichte: ca. 0,5 g/cm³; Bangkirai: ca. 0,95 g/cm³)
  • Druckfestigkeit: 71 N/mm²
  • Biegefestigkeit: 151 N/mm²
  • Zugfestigkeit: 120 N/mm²
  • Wärmeleitfähigkeit Bambus: 0,17 W / (m·K)

Weiterführende Informationen als Download von der Technischen Universität Aachen.

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Welt-Bambustag am 18.09.2010

Am 18 September 2010 ist der Welt Bambustag.

Veranstaltungsorte:

Frankfurt am Main
10 Uhr: Gerd Sieber führt durch die Bambusquartiere im Palmengarten
http://www.palmengarten.frankfurt.de

Schloss Dyck in 41363 Jüchen

mit einem Informationsstand der EBS Deutschland und einem Rundgang durch die Bambusbestände von Schloss Dyck.
www.stiftung-schloss-dyck.de

Offene Garten: Bambusgarten der Familie Sommer in 64732 Bad König / Kimbach, Im Kimbachtal 67
Geöffnet von 09:00 bis 17:00 Uhr. Eintritt frei.

Offene Garten: Bambusoase Rösrath der Familie Esser in 51503 Rösrath / Kiefernweg 7a
Öffnungszeiten: 18. September ab 14:30 Uhr bis ca. 18:00 Uhr.
Infos und Bilder unter www.bambusoase.info

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Länge der Internodien

Die Länge der Internodien, also das Stück zwischen zwei Bambusknoten kann  zwischen 25 cm im Mittel und 250 cm betragen. So ist von einer Bambusart in Malaysia mit dem Namen „Bambusa wrayii“ eine Länge der Internodien von bis zu 250 cm bekannt. Diese Bambusart benutzten die Ureinwohner zur Herstellung Ihrer Blasrohre.

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