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Artikel von Timm

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Frühjahr 2012: Bambuspflanzen mit braunen Blattspitzen und zusammengeroltten Blättern

Bei vielen Anbietern (Baumärkte usw.) stammen Pflanzen und Bambusse aus der Massenproduktion. Die Pflanzen werden in klimatisierten Gewächshäusern unter für den Wuchs optimierten Bedingungen produziert und sehen im Frühjahr entsprechend […]

Bei vielen Anbietern (Baumärkte usw.) stammen Pflanzen und Bambusse aus der Massenproduktion. Die Pflanzen werden in klimatisierten Gewächshäusern unter für den Wuchs optimierten Bedingungen produziert und sehen im Frühjahr entsprechend gut aus. Sobald diese Pflanzen aber den natürlichen Bedingungen im Freien ausgesetzt werden,  ergeben sich Problem bei der Umstellung. Viele Pflanzen kämpfen mit den neuen Bedingungen und wachsen schlecht an, verlieren Ihre Blätter, sind anfällig für Schädlinge, gehen im schlechtesten Fall im nächsten Winter ein.

Das Thema Invitro (Vermehrung im Labor) wurde hierbei noch nicht mal mit berücksichtigt.

 

Bambuspflanzen, die durch Teilung per Hand in Freiluftkultur gezogen und im Sommer wie Winter draußen stehen, sind dem natürlichen Wetterverlauf ausgesetzt und von daher in jeglicher Form durch die Natur „abgehärtet“ und robuster.

 

Die extremen Temperaturunterschiede in den letzten 3 Monaten führten zu einer natürlichen Reaktion bei Bambuspflanzen (Reduzierung der Blattmasse).

 

Ursache & Wirkung

Dezember und Januar 2011: Überdurchschnittlich mild -> Bambuspflanzen bereiteten sich auf den Frühling vor. (Auch viele andere Gartenpflanzen bildeten schon frische Triebe und Knospen aus.)

 

Februar 2012: Extremer Frost über 3 Wochen.

Die Wurzelmasse bei getopften Bambussen friert bei diesen Temperaturen komplett durch und die Aufnahme von Wasser über die Rhizome ist nicht möglich. Als immergrüne Pflanze benötigt Bambus auch im Winter eine ausreichende Versorgung mit Wasser. Zudem ist die Luft-feuchtigkeit bei Frost sehr gering. Somit ist auch die Aufnahme von Wasser aus der Luft eingeschränkt. Aufgrund der klaren Luft ist die Sonneneinstrahlung zudem intensiver und der Bambus verliert viel Wasser über die Blätter.

 

Als natürliche Reaktion verringert der Bambus seine Blattmasse um die benötigte Wassermenge auszugleichen. Ergebnis: Es bilden sich braune Blattspitzen, die der Bambus im Laufe des Frühjahrs abwerfen und durch neue Blätter ersetzten wird. Die Blätter von Bambus enthalten einen hohen Anteil von Stickstoff und dienen dem Bambus als natürlicher Dünger und den Bambusrhizomen als Schutzschicht vor Verdunstung und Frost.

 

Die Natur: Im Prinzip genau so einfach wie genial.

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Design trifft Bambus – Alternative Materialverwendung

Dem Einsatz von Bambus als Roh und Baustoff sind keine Grenzen gesetzt. Für vielen Menschen mag Bambus ein fragwürdiges Material zur Herstellung von Fahrrädern sein, aber der Einsatz ist ökologisch […]

Dem Einsatz von Bambus als Roh und Baustoff sind keine Grenzen gesetzt.

Für vielen Menschen mag Bambus ein fragwürdiges Material zur Herstellung von Fahrrädern sein, aber der Einsatz ist ökologisch sinnvoll, technisch machbar und dem Design sind keine Grenzen gesetzt. Die einzigartigen Materiealeigenschaften wie leicht, stabil und schnell nachwachsend hat der Student Mr Alexander Vittouris von der University Monash University ein einzigartiges Design Fahrrad / Trike aus Bambus entwickelt.  Der Rohstoff für sein Fahrrad wird nicht hergestellt sondern angebaut.

Aufgrund der steigenden Energiekosten und der Verknappung von Metall und Erzen ist die Verwendung von Bambus als Baumaterial ökolisch absolut sinnvoll.

Weiterführende Links:
Verwendung von alternativen Naturmaterialien

Fahrräder aus Bambus
Be Happy, Be Authentic, Make a Bamboo Bike
Biomega Biolove Bamboo Bike
Open Source Bamboo Bike Trailer
Build Your Your BamBike
10 Best Bamboo Bikes For Style and Performance

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Bambusrohre & Bambusstangen

Bambusrohre, Bambusstangen und Tonkinstäbe werden aus den Halmen von Bambuspflanzen gewonnen. Der größte Produzent und Exporteur von Bambusrohren ist China. Zum größten Teil werden Bambusse der Art Phyllostachys pubescens, der […]

Bambusrohre, Bambusstangen und Tonkinstäbe werden aus den Halmen von Bambuspflanzen gewonnen. Der größte Produzent und Exporteur von Bambusrohren ist China. Zum größten Teil werden Bambusse der Art Phyllostachys pubescens, der auch Riesenbambus genannt wird, geerntet. Die Ernte von Bambusstangen erfolgt in China überwiegend von Hand und ist seit Jahrhunderten ein bedeutender Wirtschaftsfaktor.

Ernte und Produktion von Bambusrohren
Entscheidend für die spätere Qualtität von Bambusstangen ist das richtige Schnittalter der Bambushalme. Die beste Qualität wird bein einem Halmalter von 3 bis 4 Jahren erreicht, da zu diesem Zeitpunkt die Bambushalme gut ausgehärtet sind. Bei der Weiterverarbeitung werden Bambushalme traditionell in der Sonne einige Wochen getrocknet. Bei diesem Trocknungsprozess verfärben sich die Bambushalme von z.B. Phyllostachys pubescens von grün in Ihr typisch gelbes Aussehen. Vor der Verschiffung in Container werden die Bambusstangen mit chemischen Substanzen behandelt. Diese Behandlung dient der Abtötung von Keimen und Bakterien und ist durch diverse Zoll.-  und Einfuhrvorschriftenvorgeschrieben.

Bambusrohre reagieren auf große Temperatur- und Feuchtigkeitsschwankungen. Bei der Lagerung und Verwendung von Bambusstangen sollten darauf geachtet werden, die Rohre langsam an die Raumtemperatur zu gewöhnen, bzw. hohe Schwankungen zu vermeiden. Bei schnellen Temperaturänderungen können sich Risse in den Bambusstangen bilden. Bambusstangen sind ein Naturprodukt und sollten von daher auch wie Holz behandelt werden. Im Fachhandel gibt es speziell für die Behandlung von Bambusstangen entsprechende Produkte. So bietet die Firma Bondex einen Witterungs- und UV-Schutz für Bambus an.

Das Geheimnis der Stärke (Steifigkeit) der Bambushalme liegt in ihremAufbau. Die meisten Bambusarten besitzten hohle Bambushalme; nur wenige Arten sind massiv (z.B. arundinaria prainii). Bambusse haben versteifende Knoten und die zugbeanspruchten Faserbündel liegen in den Außenbereichen des Rohrs. Die Oberfläche verhärtet sich im Laufe der Zeit durch zunehmende Kieselsäureeinlagerung.

Weiterführende Informationen zu Bambusstangen / Tonkinstäben

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Download: Pflegeanleitung für Bambusrohre