Bambuslexikon Archiv

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Perlit – Bodenhilfstoff

Perlit ist ein reines Naturprodukt und ein Bodenhilfsstoff im Sinne der EU-Düngemittelverordnung. Perlit wird zur Erhöhung der Durchlüftung sowie der Wasserspeicherung bei Pflanzsubstraten verwendet. Das hohe hohes Porenvolumen (95%) und die gute Wasserspeicherfähigkeit (bis zu 45%) machen Perlit zu einem vielseitig einsetzbaren Bodenhilfsstoff. Aufgrund der absoluten Nährsoff-Freiheit ist Perlit auch als Anzuchtssubstrat einsetztbar.

Perlit ist ein vulkanisches Naturgestein.

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Rhizomsperre / Rhizomschutz

Um den starken unterirdische Ausbreitung von einigen Bambusarten zu vermeiden bzw. einzuschränken wird eine spezielle Folie als  Rhizomsperre um den zu schützenden Erdbereich der Bambuspflanze gesetzt. Rhizomschutzfolien bestehen aus einer […]

Um den starken unterirdische Ausbreitung von einigen Bambusarten zu vermeiden bzw. einzuschränken wird eine spezielle Folie als  Rhizomsperre um den zu schützenden Erdbereich der Bambuspflanze gesetzt. Rhizomschutzfolien bestehen aus einer 2 mm starken hochverdichtete Polyethylenfolie mit einer Standardbreite von 70 cm.

Die Rhizomsperre wird senkrecht in den Boden eingegraben und sollte 5 cm aus dem Boden reichen, damit Überwachsungen erkannt und entfernt werden können. Bei einigen Bambusarten (z.B. Bashania fargesii ), die extrem tief wurzeln, ist auch die Verwendung einer 100 cm breiten Folie notwendig. Die beiden Enden der Folie werden mit einer Aluminiumschiene und rostfreien Schrauben verschlossen.

Die Hochschule Weihenstephan-Triesdorf hat einen wissenschaftlichen Langzeittest mit verschiedenen Rhizomfolien durchgeführt.

Bericht: Bambus-Rhizomfestigkeit von Wurzelschutzbahnen für Dachbegrünungen

Download im PDF Format:  Studie_FH_Weihenstephan_Rhrizomsperre

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Rhizomaugen

Jede Bambuspflanze besteht aus einem unterirdischen Teil mit Rhizomen, Augen und Wurzeln und einem oberirdischen Teil mit Halmen, Knospen, Zweigen und Blättern.  Diese Augen werden als Rhizomaugen bezeichnet.

Man unterscheidet pachymorphen Rhizome und die leptomorphen (ausläufertreibend) Rhizome. Aus den Rhizomaugen von pachymorphen Rhizome entwicklen sich  aus den Rhizomaugen neue Bambushalme. Bei leptomorphen Rhizomen können sich aus den Rhizomaugen neue Bambushalme oder neue Rhizome bilden. Diese Rhizome breiten sich unterirdisch horizontal aus und werden auch Ausläufer bezeichnet.

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Biomasse

Als Biomasse wird die gesamte organische Substanz, wie z.B. Pflanzen und Tiere bezeichnet . Biomasse wird durch Photosynthese bei Pfanzen gebildet. Bei der Photosynthese absorbieren Pflanzen Sonnenenergie und speichern diese als Biomasse.

Bambus besitzt die grösste Biomasse der Welt.


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leptomorphen Rhizome

Jeder Bambus besteht aus zwei Hauptbestandteilen. Einem oberirdischen Teil mit Halmen, Knospen, Zweigen und Blättern und einem unterirdischen Teil mit Rhizomen, Augen und Wurzeln.  Man unterscheidet zwei unterschiedliche Rhizomtypen, die […]

Jeder Bambus besteht aus zwei Hauptbestandteilen. Einem oberirdischen Teil mit Halmen, Knospen, Zweigen und Blättern und einem unterirdischen Teil mit Rhizomen, Augen und Wurzeln.  Man unterscheidet zwei unterschiedliche Rhizomtypen, die pachymorphen Rhizome und die leptomorphen (ausläufertreibend) Rhizome.

Aus den Rhizomaugen von leptomorphen Rhizome entwickeln sich neue Halme oder weitere Rhizome.  Das Wachstum dieser Rhizome steht dem Wachstum der Bambushalme in nichts nach und so können im Laufe von wenigen Jahren große Flächen mit einem dichten Netz aus Rhizomen unterirdisch bedeckt sein.

Aus diesem Grund sollte bei der Pflanzung von Bambussen mit leptomorphen Rhizomen auch auf einen Wurzelschutz geachtet werden, bzw. ist ein Rhizomsperre dringendst zu empfehlen. Als Rhizomsperren eigenen sich HDPE-Folien mit mindestens 70 Zentimeter Breite und 2 mm Stärke. Der Einbau einer Rhizomsperre bietet leider keine 100%-tige Sicherheit, aber doch für viele Jahre einen guten Schutz.

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Sulcus

Der Begriff Sulcus kommt aus dem lateinischen und bezeichnet die Längsrinnen auf den Internodien. Diese können in ihrer Farbe unabhängig von den Zweigen unterschiedlich gefärbt sein.

Bild: grüner Bambushalm im Winter mit gelber Färbung des Sulcus

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Internodium

Bambushalme sind in Segmente aufgeteilt, diese Halmabschnitte zwischen den Knoten werden  Internodien genannt. Zwischen den Internodien stabilisieren flache feste Knoten, die sogenannten Nodien, die Halme. Nodien und Internodien wachsen  bei den meisten Bambusarrten in gleichmäßigen Abständen.

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Lignin

Übersicht Bambuslexikon – Glossar

Lignine (aus dem lateinischen lignum, Holz) ist ein organischer Stoff, der in die pflanzliche Zellwand eingelagert wird und dadurch die Verholzung der Zelle bewirkt . Diese Einlagerungen findet man in den Zellwänden von verholzten Pflanzen wie Bambuspflanzen, Gräsern, Stauden, Sträuchern und Bäumen.  Neben der Zelluose ist Lignin der häufigste organische Stoff der Erde.

Weitere fachliche Informatationen zu Ligninen:

http://www.biosicherheit.de/lexikon/810.lignin.html

http://de.wikipedia.org/wiki/Ligni

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